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Für die Erst- oder Gründungsbebauung hat sich der ansonsten mit der Geschichte unserer Genossenschaft eher unrühmlich verbundene Bauunternehmer Fritz Klein mit Hermann Muthesius einen hervorragenden weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Architekten ausgewählt und dadurch, wenn auch sicherlich unbeabsichtigt, der Genossenschaft den verursachten finanziellen Schaden durch eine richtungsweisenden Bebauungsentwurf mit funktionellen Wohnungsgrundrissen und guter Bausubstanz zumindest etwas versüßt. Bis 1931 entstanden rd. 990 Wohnungen von 1- 3 1/2-Zimmer für knapp 3000 Menschen. Die Wohnungen besaßen einen für die damalige Zeit recht hohen zukunftsfähigen Standard, wodurch unsere Genossenschaft in den Folgejahren ein vergleichsweise geringeren Modernisierungsbedarf abzudecken hatte. Allein die Ofenheizungen wurden später gegen Gasetagenheizungen ausgetauscht.

In der Zeit des Nationalsozialismus vor Kriegsbeginn kamen 32 Wohnungen und der Verwaltungsbau in der Rathauspromenade hinzu. Glücklicherweise blieb unser Hausbesitz von den Zerstörungen des 2. Weltkrieges bis auf 19 Wohnungen, die bis 1953 wiederhergestellt werden konnten, verschont.

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Nach dem Krieg wurden in rd. 20 Jahren bis  Mitte der 70er Jahre rd. 600 Wohnungen und zwar ausschließlich im sozialen Wohnungsbau errichtet. Die erste neue große Siedlung entstand in Waidmannslust, dann folgte die Wilhelm-Gericke-Straße, der Mauschbacher Steig und die Roedernallee. Jedes diese Bauvorhaben hatte teilweise weit über 100 Wohnungen.

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Ab Anfang der 70er Jahre war die Zeit der Errichtung von großen Wohnsiedlungen in unserer Genossenschaft vorbei. Bis 1973 entstanden nur noch kleine Wohnhäuser in der Tessenowstraße und der Lindauer Allee. Die GEWIWO konzentrierte sich fortan auf die Modernisierung des Altbaubestandes, insbesondere auf den Einbau von Gasetagenheizungen. Erst Anfang der 80er Jahre wurde der Neubau mit weiteren gut 50 Wohnungen in Tegel und in der Elsenpfuhlstraße behutsam wieder aufgenommen. Danach erfolgte wiederum eine lange Baupause die bis zum Ende des Jahrzehnts andauerte.

Mit Beginn der 90er Jahre verstärkten sich die Neubauaktivitäten in unserer Genossenschaft. In den hinter uns liegenden letzten 20 Jahren sind über 300 Wohnungen neu entstanden, anfangs durch Ergänzungsbauten in unseren Siedlungen (Am Nordgraben, Jansenstraße, Tessenowstraße, Roedernallee und Mauschbacher Steig) oder durch Dachaus- und aufbauten (Rathauspromenade, Elsenpfuhlstraße und Mauschbacher Steig), später dann auf neu erworbenen Grundstücken (Antonienstraße, Schloßstraße, Alt-Hermsdorf, Königsweg). Diese Wohnungen entstanden nicht mehr ausschließlich im Sozialen Wohnungsbau, sondern auch im 2. Förderungsweg und erstmals in der Geschichte unserer Genossenschaft teilweise auch gänzlich ohne staatliche Wohnungsbauförderungsmittel.
Unsere Genossenschaft konnte sich auf diesem Wege als einer der aktivsten Bauherren in Reinickendorf qualifizieren. So ist es gelungen, das sehr zukunftsträchtige große Areal an der Techowpromenade am Rathaus Reinickendorf vom Land Berlin zu erwerben und als zukünftigen Wohungsbaustandort für die GEWIWO zu sichern. Hier werden in den kommenden Jahren weitere Wohnungen, vorrangig als betreute Seniorenwohnungen, entstehen.

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| 22.2.2012 |